Die Amputation
Patientenratgeber
Beinamputation - Wie geht es weiter? "Hier klicken!"
Quelle: www.eurocom-info.de (unter Service und Publikationen als PDF zum Downloaden)
Bein-Becken-Amputation Hüftexartikulation/Hemipelvektomie
Diese Seite ist uns wichtig, weil wir drei Initiatoren von diesen hohen Amputationen betroffen sind und wissen, dass nur wenige Ärzte, Therapeuten und Orthopädietechniker sich mit dieser – Gott sei dank – seltenen Operation auskennen.
So stehen Betroffene mit ihren Sorgen und Gedanken alleine da, denn selbst in Fachliteratur findet man kaum Informationen darüber. Es soll sich deshalb jedoch niemand mit einer anderen Amputationsart ausgegrenzt fühlen. Infos zu anderen speziellen Amputationsarten finden sich unter „Links“.
Hier ein paar grundlegende Informationen
- Bei einer Hüftexartikulation wird das Bein in der Hüfte/Leiste amputiert, der Hüftkopf wird aus der Hüftpfanne genommen, das Becken und das Sitzbein bleiben normalerweise erhalten.
- Bei einer Hemipelvektomie (laienhaft bedeutet das „halbes-Beckenamputation“) wird – wie das individuelle Krankheitsbild und die anatomischen Verhältnisse es zulassen – das Bein und Teile des Beckens amputiert.
Dies kann bedeuten, dass beispielsweise Schambein, Sitzbein und Teile der Beckenschaufel entfernt werden müssen. Eine Amputation ist aber auch bis hin zur Entfernung von Teilen des Kreuzbeins möglich und kann auch z. B. Bei schwieriger Tumorausräumung auch eine Entfernung von einer mitbetroffenen Niere beinhalten. Gegebenenfalls ist eine zeitweise oder dauerhafte Verlegung des Darmausgangs notwendig. Auch kann eine solche Amputation Auswirkungen auf die Blasenfunktion haben. - Die Abdeckung des Amputationsareals sollte mit (soweit vorhandenen und verwendbaren) Muskellappen der Oberschenkelmuskulatur erfolgen. Andernfalls bleibt nur die für den Patienten sensiblere und weniger stabilisierende Hautlappendeckungsmethode. Da wir hier ja aber nur unser Wissen als Betroffene weitergeben, würde dies hier den Rahmen und unsere Kompetenz sprengen.
- Da die Vorgehensweise bei der Amputation für die spätere prothetische Versorgung der Patienten aber sehr ausschlaggebend ist, sollte eine solche OP unbedingt nur von einem erfahrenen Spezialistenteam durchgeführt werden.
Das klingt jetzt wahrscheinlich sehr heftig ... auch für uns waren diese harten medizinischen Fakten damals ein Schock und doch können wir, nachdem wir ein Jahr bzw. mehrere Jahre damit leben, sagen, dass man ein JA zu einem Leben mit solch einer Amputation finden kann.
Aus Rücksicht und Respekt vor der Intimsphäre der Betroffenen bitten wir um Verständnis, dass diese Homepage keinen geschützten Rahmen bietet um Bilder von Beinstümpfen oder Amputationsarealen zu zeigen. Diese Vorsichtsmaßnahme ist leider notwendig, da solche Fotos nicht in falsche Hände geraten sollen!!!
Aus eigener unangenehmer Erfahrung: Lasst Euch ohne Prothese/Euren Stumpf nur von Menschen Fotografieren, denen Ihr wirklich vertraut!
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